Termine

Die Gedenkhalle richtet regelmäßig Vortragsreihen zu verschiedenen Themen aus, schwerpunktmäßig zu den Themen Nationalsozialismus, Rechtsextremismus und Rechtspopulismus.

Weiterhin finden jährlich in und mit der Gedenkhalle Gedenkfeiern zum 27. Januar (Gedenktag für alle Opfer des Nationalsozialismus), am 1. September (Anti-Kriegstag), am 9. November (Novemberpogrom 1938) und zum Volkstrauertag statt. Nähere Informationen dazu finden Sie im Archiv.
Gern laden wir Schulen, Künstler, Musiker und andere Geschichtsinteressierte zur aktiven Teilnahme an den Gedenkveranstaltungen ein. Kontaktieren Sie uns bei Interesse!

2. September 2019 - 11:00 Uhr

Gedenkhalle


Gedenkfeier zum Antikriegstag 2019

 

Der Antikriegstag liegt symbolisch auf dem 1. September und erinnert damit an den deutschen Überfall auf Polen ab dem 1. September 1939, mit dem der Zweite Weltkrieg begann.

Seit vielen Jahren begehen die Gewerkschaften den Antikriegstag, um der Opfer aller Kriege gedenken und daran zu erinnern, dass es in vielen Ländern dieser Welt auch heute Krieg gibt.

Es ist in unseren Augen wichtig, dass wir uns mit dem Thema Krieg und Gewalt auseinandersetzen. Wir wollen uns die Gelegenheit geben nachzudenken: nicht nur einfach über den Krieg als solches, sondern auch über die Frage: was bedeutet eigentlich Frieden?

 

Eine Veranstaltung des DGB-Stadtverbands Oberhausen in Zusammenarbeit mit der Stadt Oberhausen und der Gedenkhalle Oberhausen

10. September 2019 - 19:00 Uhr

Kino im Walzenlager, Hansastr. 20, 46049 Oberhausen (Altenberg)


Filmreihe

Mediale Erinnerungskultur 1950 – 1963 - eine Filmreihe der Gedenkhalle im Kino im Walzenlager

 

1. Filmabend: Möglichkeiten und Grenzen des Sagbaren

 

Film 1: NACHT UND NEBEL (Frankreich 1956, Regie: Alain Resnais (32 Min.)

 

Film 2: DER SS-STAAT (Folge 8 aus der Sendereihe: DAS DRITTE REICH – Dokumentar-Reihe über die Jahre 1933 bis 1945, BRD 1961, Produktion SWR und WDR (56 Min.)

 

Einführung: Thomas Hammacher, Kurator der Filmreihe

18. September 2019 - 18:00 Uhr

Gedenkhalle


Führung durch die Wechselausstellung

RISSE IM STEIN. Die Trauernde und das Gedenken in Oberhausen

 

Nachdem die Stadt Oberhausen vor nunmehr fast 57 Jahren die "Trauernde" als zentrales Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs, die Opfer des Nationalsozialismus und für Vertriebene einweihte, haben im Laufe der Jahre kritische Stimmen zurecht darauf hingewiesen, dass der Urheber der Skulptur, Willy Meller, mit dem Nationalsozialismus verstrickt war und das Opferverständnis des Denkmals heute unzureichend ist. Die Ausstellung macht sich auf den Weg, nach den Rissen im Oberhausener Gedenken zu suchen, und fragt danach, wie ein angemessener Umgang mit der "Trauernden“ zukünftig aussehen könnte.

 

Dauer des Rundgangs durch die Ausstellung ca. 60 Minuten. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

10. Oktober 2019 - 18:30 Uhr

Gedenkhalle


Vortrag

Dr. Nils Löffelbein:

Zerklüftete Erinnerung - Kriegs- und Opfergedenken von Weimar bis zur Wiedervereinigung

 

Als Erbe der beiden Weltkriege etablierte sich in allen Staaten Europas ein breites Gedenken an den Krieg und seine Opfer. Insbesondere in Deutschland hat sich die gesellschaftliche Erinnerung an die Kriegstoten im Laufe des 20. Jahrhunderts stark gewandelt. Der Vortrag beleuchtet die wechselhafte Geschichte des öffentlichen Gedenkens an Gefallene und Ermordete in den Kriegen des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Wurde der Tod auf dem Schlachtfeld nach dem Ersten Weltkrieg mehrheitlich noch als heldenhaftes Opfer gefeiert, betonte man in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg das erlittene Leid der Soldaten. Später rückten vor allem die Opfer des Holocaust ins Zentrum der westdeutschen Erinnerungskultur. Über Form und Inhalte des Geschichtsgedenken wird bis in die Gegenwart politisch heftig gestritten.

 

Nils Löffelbein studierte Neuere und Neueste Geschichte, der Osteuropäischen Geschichte und Medienwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seine Promotion mit dem Thema "Ehrenbrüger der Nation. Die Kriegsbeschädigten des Ersten Weltkriegs in Politik und Propaganda des Nationalsozialismus" erhielt 2012 den Preis "Beste Dissertation 2012" der Universität. Seitdem mehrjährige Assistenzarbeiten, seit 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Mediezin der Heinrich-Heine-Uniersität Düsseldorf.

 

Foto: Ernst Barlach, Magdeburger Ehrenmal, (1924-1929), © AKG-Images